22. August – Die Slapstick-Company aus Hamburg


So ist das, wenn man die Konzentration verliert. Vielleicht hat man uns, in Sachen Bootfahren, ja auch nur einen gebrauchten Tag angedreht. Nun ist gar nichts passiert. Aber eine souveräne Tagesleistung sieht anders aus.

Wir sind auf jeden Fall wohlbehalten in Trollhättan durch die Schleusen gekommen und lagen zur Nacht auf einem wundervollen Liegeplatz am Fuße der alten Schleuse.

Folkert und Jan sind mit uns geschleust und so hatten wir wieder einen schönen gemeinsamen Abend an Bord der Smaatroll mit gemeinsamen Abendessen.

Von diesen schönen Begegnungen hätten wir uns im Verlaufe unserer Reise mehr gewünscht.

Seit Beginn des Götakanals konnten wir uns aber über mangelnde Kontakte nicht beschweren.

Wie ich gerade feststelle, schreibe ich hier relativ wirr und unzusammenhängend. Aber das sind so die Gedanken, die mir gerade so durch den Kopf schwappen.

Das ist auch kein Wunder. Wir sitzen im Göteborger Stadthafen und hören gerade Eva Cassidy und die Konzentration bleibt nur wenige Sekunden bei meinem Logbuch-Text. Es handelt sich um eine Sängerin, die erst posthum in Großbritannien bekannt wurde. Angeblich soll die Live-Aufnahme, die wir hier hören auf einem Ihrer letzten Konzerte in kleinerem Rahmen aufgenommen worden sein. Ein Konzert bei dem sie von dem Ende Ihres Lebens durch eine Krebserkrankung schon wusste. Sie singt quasi um ihr Leben. Sie hat eine unbeschreiblich schöne klare Stimme und interpretiert z.B. Lieder von Sting, Simon & Garfunkel.

Um den Tagesbericht zu einem ansehnlichen Ende zu bringen, versuche ich mal eine kleine Bildergeschichte:

Entspannt legt man oberhalb der Schleusentreppen in Trollhättan an den Schwimmstegen an


Auf dem Weg zum Bezahlen an der ersten Schleuse fragt man sich:

...und da sollen wir runter?


In Trollhättan finden sich drei Generationen von Schleusen. Nur in den modernsten wird noch geschleust. Das sind die alten Schleusen




...und in der neuen wird gerade geschleust


Was die können, das können wir auch


Das ist da ganz schön hoch...


Das kann man auch an der Smaatroll sehen


Aber dann hat man die erste erledigt...


Gegenverkehr gibt es da auch


...und dann rutscht man schon wieder die nächste herunter


Man beachte den Herrn links oben auf dem Schleusentor


...wenn man auf der falschen Seite festmacht, dann muss man sehr robuste Fender haben


...und irgendwann nach der vierten Schleuse ist man unten


Zum Glück ist das Schleusen hier kein Problem. Selbst unsere Versuche den Schleusengang durch Verlieren von Vorleinen oder Kräftespiele Volvo-Penta vs. Volkers Bizeps zur Katastrophe werden zu lassen, blieben erfolglos.

Beim nächsten Mal nehmen wir den Bootshaken und Haken uns lediglich damit in die Leitern ein und gut is.... aber das muss man auch erst herausfinden.